Seit einigen Jahren zeigt sich in der Psychoanalyse eine Entwicklung der Entpathologisierung, die dazu führt, dass sich mehr trans* identifizierte Menschen auch in psychoanalytische Therapiekontexte wagen. Dabei gibt es das Risiko von Frontenbildungen: Die äußere Realität eines Geburtsgeschlechts trifft auf die innere Realität der Patient:innen, die davon abweicht. Den Analytiker:innen wird dabei schnell zugeschrieben, unnachgiebige Vertreter:innen dieser
ersten Realität zu sein, wohingegen sich die Patient:innen als Verteidiger:innen ihrer inneren Realität erleben, die ebenso unnachgiebig vor den äußeren Zuschreibungen geschützt werden muss. Wie unter diesen Bedingungen analytisches Arbeiten möglich ist, soll anhand des fast 9-jährigen Verlaufs einer analytischen Gruppe beschrieben werden.
Dipl.-Psych. Tillman-David Schneider, Psychoanalytiker (DPV/ IPA/DGPT), Psycholog. Psychotherapeut, Gruppenanalytiker für Erwachsene (D3G), Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut (TP). Lehranalytiker am Esther-Bick-Institut Berlin, stellvertretender Vorsitzender des Berliner Karl-Abraham-Instituts, dort auch Dozent und Leiter des Anamnese-Seminars. Seit ca. 2008 Arbeit mit Patient:innen mit queeren und trans* Biographien im Rahmen von ambulanter Psychotherapie, aber auch als Gutachter nach dem damaligen TSG.
Nächster Vortragstermin
Samstag, der 13. Juni 2026 (Vortrag plus Zusatzoption: Klinisches Seminar)
In den Räumlichkeiten der Arbeitsgemeinschaft:
Psychoanalytische Arbeitsgemeinschaft Köln-Düsseldorf e.V.
Riehler Straße 23
50668 Köln
Anmeldung
Ihre Anmeldung richten Sie bitte an:
Kölner Akademie für Psychoanalyse
E-Mail: akademie@psychoanalyse.koeln
Teilnahmegebühren:
Vortrag 100,- Euro
Klin. Seminar 100,- Euro
Bei Buchung aller 3 Termine:
Für die 3 Vorträge 250,-Euro
Für 3 Vorträge plus 3 klinische Seminare 500,- Euro
Angehörige der PSAG zahlen jeweils die Hälfte;
Kandidat:innen der PsAG zahlen 10% (10,- Euro je Vortrag und Seminar); Kandidat:innen anderer Institute zahlen 15% (15,- Euro je Vortrag und Seminar).
Bitte überweisen Sie die Gebühr rechtzeitig auf das Konto der
PsAG Köln gGmbH bei der Apobank Düsseldorf (DE27 3006 0601 0021 3039 76).