»Zu früh in der Welt – Verloren im Raum. Annäherungen an das Erleben eines extrem kleinen Frühgeborenen auf der NeoIntensiv – Überlegungen zu psychischen Folgeerkrankungen aus psychoanalytischer Sicht« (Öffentlicher Vortrag)

News der Psychoanalytischen Arbeitsgemeinschaft Köln-Düsseldorf e.V.
Ausbildungsinstitut der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung
Weiterbildungsinstitut der DGPT und D3G
10. August 2026

“Weltweit wird heute jedes 10. Kind früh, d.h. vor der 37. Schwangerschaftswoche (SSW) geboren. Mit neonatologischer intensivmedizinischer Hilfe sind Frühgeborene ab der 22. SSW überlebensfähig. Sehr kleine frühgeborene Kinder (Geburtsgewicht < 1.500 g) leiden in ihrem weiteren Leben häufiger als reifgeborene Menschen unter ADHS, Angst-, Autismusspektrum- und Essstörungen.
Wie stellt sich das Erleben extrem kleiner frühgeborener Kinder (Geburtsgewicht < 1.000 g) in ihren Inkubatoren dar? Wie kann es nach der frühen, meist abrupten Trennung von Mutter und Baby zu Berührungen kommen?
Durch meine psychoanalytischen Beobachtungen nähere ich mich der frühen postnatalen Situation eines extrem kleinen Frühgeborenen an, die neben der medizinischen und elterlichen Versorgung von dem Fehlen seiner intrauterinen Umgebung, seinen unintegrierten Zuständen und frühsten sensuell-somatischen Organisationsformen geprägt ist. Vor diesem Hintergrund stelle ich Überlegungen zu psychischen Folgeerkrankungen der Frühgeburtlichkeit und zu Psychoanalysen mit Erwachsenen mit Frühgeburtsanamnese an.”

Dr. med. Uta Zeitzschel ist Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychoanalytikerin in eigener Praxis in Hamburg, Lehranalytikerin und Supervisorin der DPV/IPA/DGPT, Dozentin am Michael-Balint- und Adolf-Ernst-Meyer-Institut in Hamburg, Seminarleiterin und Supervisorin in analytischer Säuglingsbeobachtung nach der Methode Esther Bicks und Mitherausgeberin des Jahrbuchs der Psychoanalyse. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind die Psychoanalytische Behandlungstechnik, Namenlose Zustände und analytische Beobachtungen Frühgeborener auf der Neo-Intensivstation.

Veröffentlichungen, zuletzt (alle 2026)
– Intrauterine Umgebung – Frühgeburt – Objekt? Jahrbuch der Psychoanalyse Bd 92.
– Mit allen Sinnen: Analytische Beobachtungen extrem kleiner frühgeborener Kinder auf der Neo-Intensivstation. Verstehenszugänge mithilfe der Theorien zu psychisch unrepräsentierten und namenlosen Zuständen. In U.A. Müller (Hrsg.), Sinnliches Erleben in der kindlichen Entwicklung. Psychosozial Verlag.
– In der Zeit sein, aus der Zeit fallen – Erfahrungen gestörten Zeiterlebens in einem psychoanalytischen Prozess. Forum der Psychoanalyse, X, XX–XX. (bisher online, im Druck) https://doi.org/10.1007/s00451-026-00621-6

Nächster Vortragstermin

Freitag, der 18. September 2026
20:30 Uhr

In den Räumlichkeiten der Arbeitsgemeinschaft:

Psychoanalytische Arbeitsgemeinschaft Köln-Düsseldorf e.V.
Riehler Straße 23
50668 Köln

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Anmeldung

Anmeldefrist: Montag, 14. September 2026

Bitte melden Sie sich bis zum o.g. Termin im Sekretariat bei Frau Schäfer an.

Teilnahmegebühr: 20 Euro, Auszubildende/Studierende halber Betrag,  Angehörige der PSAG frei. Bitte überweisen Sie die Gebühr rechtzeitig auf das Konto der Psychoanalytischen Arbeitsgemeinschaft bei der Apobank Düsseldorf (DE23 3006 0601 0003 5028 99). Eine Zertifizierung bei der Kammer ist beantragt.

Manuela Schäfer
Sekretariat

manuela.schaefer@psychoanalyse.koeln 0221 13 59 01

Öffentliche Vortragsreihe: Infos zur nächsten Vortragsreihe folgen.

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