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Vortrag: “Zu früh in der Welt – Verloren im Raum.”

Events der Psychoanalytischen Arbeitsgemeinschaft Köln-Düsseldorf e.V.
Ausbildungsinstitut der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung

Freitag, 18. September 2026, 20:3022:00

Der Vortragstitel lautet vollständig: „Zu früh in der Welt – Verloren im Raum. Annäherungen an das Erleben extrem kleiner Frühgeborener auf der NeoIntensiv. Überlegungen zu psychischen Folgeerkrankungen aus psychoanalytischer Sicht« (gesonderte Einladung folgt)

„Weltweit wird heute jedes 10. Kind früh, d.h. vor der 37. Schwangerschaftswoche (SSW) geboren. Mit neonatologischer intensivmedizinischer Hilfe sind Frühgeborene ab der 22. SSW überlebensfähig. Sehr kleine frühgeborene Kinder (Geburtsgewicht < 1.500 g) leiden in ihrem weiteren Leben häufiger als reifgeborene Menschen unter ADHS, Angst-, Autismusspektrum- und Essstörungen.
Wie stellt sich das Erleben extrem kleiner frühgeborener Kinder (Geburtsgewicht < 1.000 g) in ihren Inkubatoren dar? Wie kann es nach der frühen, meist abrupten Trennung von Mutter und Baby zu Berührungen kommen?
Durch meine psychoanalytischen Beobachtungen nähere ich mich der frühen postnatalen Situation eines extrem kleinen Frühgeborenen an, die neben der medizinischen und elterlichen Versorgung von dem Fehlen seiner in-trauterinen Umgebung, seinen unintegrierten Zuständen und frühsten sensuell-somatischen Organisationsformen geprägt ist. Vor diesem Hintergrund stelle ich Überlegungen zu psychischen Folgeerkrankungen der Frühgeburt-lichkeit und zu Psychoanalysen mit Erwachsenen mit Frühgeburtsanamnese an.“

Dr. med. Uta Zeitzschel ist Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychoanalytikerin in eigener Praxis in Hamburg, Lehranalytikerin und Supervisorin der DPV/IPA/DGPT, Dozentin am Michael-Balint- und Adolf-Ernst-Meyer-Institut in Hamburg, Seminarleiterin und Supervisorin in analytischer Säuglingsbeobachtung nach der Methode Esther Bicks und Mitherausgeberin des Jahrbuchs der Psychoanalyse. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind die Psychoanalytische Behandlungstechnik, Namenlose Zustände und analytische Beobachtungen Frühgebore-ner auf der Neo-Intensivstation.
Veröffentlichungen, zuletzt (alle 2026):
– Intrauterine Umgebung – Frühgeburt – Objekt? Jahrbuch der Psychoanalyse Bd 92.
– Mit allen Sinnen: Analytische Beobachtungen extrem kleiner frühgeborener Kinder auf der Neo-Intensivstation. Verstehenszugänge mithilfe der Theorien zu psychisch unrepräsentierten und namenlosen Zuständen. In U.A. Müller (Hrsg.), Sinnliches Erleben in der kindlichen Entwicklung. Psychosozial Verlag.
– In der Zeit sein, aus der Zeit fallen – Erfahrungen gestörten Zeiterlebens in einem psychoanalytischen Prozess. Forum der Psychoanalyse, X, XX–XX. (bisher online, im Druck) https://doi.org/10.1007/s00451-026-00621-6

Nach dem Vortrag laden wir alle herzlich zu einem kleinem Empfang ein.

Um Anmeldung bis zum 14.09.2026 wird gebeten, im Sekretariat der Arbeitsgemeinschaft, bei Manuela Schäfer, per E-Mai an manuela.schaefer@psychoanalyse.koeln oder telefonisch unter 0221 – 13 59 01.

Teilnahmegebühr: 20 Euro, Auszubildende/Studierende: halber Betrag. Angehörige der PSAG: Frei.

Eine Zertifizierung ist beantragt.

Psychoanalytische Vorträge

Details

Veranstaltungsort

Veranstalter

  • Psychoanalytische Arbeitsgemeinschaft Köln-Düsseldorf e.V.
  • Telefon 0221/135901
  • E-Mail sekretariat@psychoanalyse.koeln
  • Veranstalter-Website anzeigen