Alle Veranstaltungen finden statt in den Räumen der Arbeitsgemeinschaft, Riehler Straße 23, 50668 Köln, mit Ausnahme des Vortrags/Workshops am 28.04.2018, der im Palais Wittgenstein, Bilker Str. 7, 40213 Düsseldorf gehalten wird (in Kooperation mit den analytischen Aus- und Weiterbildungsinstituten im Rheinland).

Die Zertifizierung der Vorträge ist beantragt. Sie erhalten zu allen Veranstaltungen eine gesonderte Einladung.

Um Anmeldung bei Frau Schäfer im Sekretariat der Arbeitsgemeinschaft wird gebeten, per E-Mail an manuela.schaefer@psychoanalye.koeln oder per Telefon unter der 0221 – 13 59 01.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Dr. Michael Koenen
Leiter der Arbeitsgemeinschaft

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Kombinierte Gruppen- und Individualpsychotherapie am Beispiel eines ambulanten Essstörungssettings

Bernd Klipp, 16.03.2018

Bernd Klipp vertritt die Hypothese, dass die Kombinationstherapie bei strukturellen Störungen, bei Patient/innen mit hohem Angstlevel und hohem Schamniveau einer Einzel- oder Gruppenpsychotherapie (psychodynamisch wie analytisch) überlegen sein kann. Der spezifische Umgang mit Übertragung und Gegenübertragung wird diskutiert und an einer Fallvignette veranschaulicht.

Zum Referenten

Dipl.-Psych. Bernd Klipp ist psychologischer Psychotherapeut und Gruppenanalytiker, seit 2008 tätig in freier Praxis in Bremen. Seit 2017 ist er auch Lehr- und Kontrollanalytiker (DGPT) (Supervisor und Selbsterfahrungsleiter/ Lehrtherapeut) am Psychoanalytischen Institut Bremen e.V. im Netzwerk der freien Institute in der DGPT. Er ist zudem Mitglied in der Bremer Arbeitsgruppe für Psychoanalyse und Psychotherapie (BAPP), der DGPT, der Deutschen Gesellschaft für Gruppenanalyse und Gruppenpsychotherapie (D3G), dem Berufsverband der Approbierten Gruppenpsychotherapeuten (BAG) sowie der Group Analytic Society International (GASI).

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Des Anderen Hüter: Von der Theorie intersubjektiver Systeme zur ethischen Wende in der Psychoanalyse

Donna M. Orange, 28.04.2018

„Wir Intersubjektivisten sind zu einer ethischen Wende aufgerufen!“ Donna M. Orange diskutiert diese Position in ihrem Vortrag. Sie bringt uns ihr Verständnis von Intersubjektivität nahe, welches sie fundiert philosophisch begründet und um eine hohe Sensibilität und Verantwortung für den Anderen erweitert. Die metatheoretische Frage eines ethischen Paradigmenwechsels in der Psychoanalyse erscheint provokativ.

Diese Veranstaltung ist nicht nur von klinischer Relevanz, sondern auch von hoher Aktualität. Sie sensibilisiert uns für die Aufgaben und Herausforderungen in einer globalen krisenhaften ökologischen und politischen Entwicklung.

Zur Referentin

Dr. Dr. Donna M. Orange, Psychoanalytikerin, in eigener Praxis tätig und Philosophin, Lehranalytikerin und Supervisorin am Institut für Psychoanalytische Studien zur Subjektivität in New York, gibt seit vielen Jahren in ihren Publikationen Anregungen für die klinische Arbeit. 2004 erschien ihr Buch „Emotionales Verständnis und Intersubjektivität“ auch in deutscher Übersetzung. Für ihre Publikationen ist sie vielfach ausgezeichnet worden. So erhielt sie für ihr Werk „The Suffering Stranger“ (2012) den Gradiva Award der National Association for the Advancement of Psychoanalysis als bestes psychoanalytisches Buch des Jahres.

Frau Dr. Dr. Orange ist international als Referentin und Supervisorin gefragt. Zu ihren aktuellen Schwerpunkten gehören ethische Fragen im Zusammenhang mit Flucht und Klimakatastrophe. Das betrifft ihre jüngsten Veröffentlichungen: „Nourishing the Inner Life of Clinicians and Humanitarians: The Ethical Turn in Psychoanalysis“ (2016), „Climate Crisis, Psychoanalysis and Radical Ethics“ (2016).

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Russian Oedipus: Destructivity, civilization and authority in the society and in the analyst’s consulting room

Alexander Feliksovich Uskov , 22.06.2018 (Engl. Vortrag mit deutscher Übersetzung)

“Russian Oedipus” is described and analyzed on some fragments of Russian history – reforms, revolutions, terror, wars, repressions, that include the relationships between the people and the authorities, and in the clinical material of several male patients in their relationships with their male psychoanalyst.

The images and/or concepts of Oedipus, Oedipal father, archaic father, the leader of the primal horde, the leader of the masses, etc. are applied. The excessive destructivity, narcissism and anal perverse object relations that attack civilization/culture and good external and internal objects, are proposed as important discriminative features of the Russian Oedipus.

Mafia internal objects seem to be very powerful in the internal world of patients, Mr. Uskov meets in his practice, and it is proposed to be connected with the cruel external reality that was internalized and then re-projected in many cycles of unfortunate vicious circle of Russian history. The collisions between the “façade” and the content, between external and internal changes, between changes and resistance to them, between fantasy and reality are considered.

Zum Referenten

Dipl-Psych Alexander F. Uskov is a training analyst of the Moscow Psychoanalytic Society (MPS). He is one of the founders of the MPS and was the Society´s president from 2011 to 2015. He works in full time private practice in Moscow. His scientific interests are to compare “big” historic, social and cultural processes with interpersonal and intrapsychic processes in the analyst’s consulting room.

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Fähigkeit zum Dissens

Tomas Plänkers, 25.01.2019

Das Ideal der pluralistischen Gesellschaft, deren Mitglieder in toleranter Weise ihre Unterschiedlichkeit achten, trägt in sich die mehr oder weniger ausformulierte Idee einer spezifischen Objektbeziehung, die erst mit der Psychoanalyse und speziell mit der Objektbeziehungstheorie begrifflich gefasst werden konnte.

Freud hat in seinen Arbeiten zur Massenpsychologie zwei verschiedene Gruppenmodelle beschrieben, von denen ausgehend die spezifische Psychodynamik von Gruppen in Verbindung gebracht wird mit einem Verständnis primitiver Objektbeziehungen, in denen psychische Getrenntheit aufgehoben wird.

Anhand klinischer Vignetten werden unterschiedliche Modalitäten des Eindringens in andere Objekte veranschaulicht, welche alle die Aufhebung von Subjektivität und einer reifen Kommunikation mit sich bringen. Dann herrscht auch eine Sprache des Nicht-Denkens vor, die keinerlei Dissens erträgt

Zum Referenten

Dipl.-Psych. Dr. phil. Tomas Plänkers ist Psychoanalytiker und Lehranalytiker der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung (DPV) und des Frankfurter Psychoanalytischen Instituts (FPI). Nach dreißigjähriger Mitgliedschaft im Frankfurter Sigmund-Freud-Institut ist er dort jetzt als Gastwissenschaftler tätig und niedergelassen in eigener Praxis. Wissenschaftlich ist er mit der Untersuchung psychoanalytischer Konzepte befasst und auch mit Fragen psychoanalytischer Sozialpsychologie, wozu er zahlreiche Veröffentlichungen verfasst hat. Von 2000 bis 2005 hat er an einer psychotherapeutischen Weiterbildung in China für dortige Psychologen und Mediziner in Shanghai teilgenommen; seitdem beteiligt er sich als Mitglied des IPA China Komitees an der Ausbildung der ersten chinesischen Psychoanalytiker, die von der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung (IPA) in Peking und Shanghai organisiert wird. In diesem Zusammenhang hat er in Deutsch und Englisch ein Buch über die transgenerationellen Folgen der chinesischen Kulturrevolution verfasst unter dem Titel „Chinesische Seelenlandschaften“ bzw. „Chinese Landscapes of the Soul“.

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Realitäten im Spiegel der Farben | Kunst in der Arbeitsgemeinschaft

Kerstin Herrmann zeigt Malerei und Fotografie, 01.07.-26.09.2018

Zur Künstlerin: Kerstin Herrmann

1972 Geboren in Osterholz-Scharmbeck
1993-1994 Ausbildung zur Bau- und Möbeltischlerin
1994-1995 Malschulpraktikantin in der Malschule Stiftung Henri Nannen, Kunsthalle Emden
1995-2001 Studium der Freien Bildenden Kunst, an der Academie Minerva, Groningen und am Dutch Art Institute(DAI) Enschede Niederland Postgraduate interdisciplinary research visual arts and media Abschluss: Master of Fine Arts
2001 Umzug nach Köln und Aufnahme der Arbeit als bildende Künstlerin
2010 – heute Seit 2010 vertreten durch Galerie Esch Renner

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Filmtagung – Fortführung der Reihe „Szenen und Bilder außereuropäischer Filme“

Samstag und Sonntag, 03.11.2018 ab 16:00 Uhr, 04.11.2018, ab 09:00 Uhr

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem OFF Broadway Kino Köln

ReferentInnen: Dr. med. Isolde Böhme, Dr. phil. Sigrid Scheifele, Dr. phil. Achim Würker

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Tag der offenen Tür

Samstag, 06.10.2018, ab 11 Uhr

Sie überlegen, sich beruflich mit der Psychoanalyse zu beschäftigen und denken über eine Aus- und Weiterbildung in diesem Bereich nach? Sie möchten gerne einmal einen Blick in unser Institut werfen? Treffen Sie uns – wir freuen uns auf einen regen Austausch mit Ihnen.

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Veranstaltungsinformationen

Ort und Zeit:
sofern nicht anders angegeben: Psychoanalytische Arbeitsgemeinschaft Köln-Düsseldorf e.V. (1. OG.) Riehler Str. 23, 50668 Köln. Beginn der Vorträge 20:30 Uhr

Anmeldung:
Wir bitten um Anmeldung bis eine Woche vor der jeweiligen Veranstaltung. Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung. Anmeldung erbeten bei: Ana Pérez Belmonte, Manuela Schäfer, Telefon: 0221 / 13 59 01 Fax: 0221 / 13 44 39 oder per Email.

Psychoanalytische Arbeitsgemeinschaft Köln-Düsseldorf

Bild-Quellennachweise

Header-Grafik/Farbfond © Angelika Schuberg

Alle übrigen Aufnahmen sind lizensiert ohne Quellenangabe oder © 2018 Sönke Behnsen.